Aus Verzweiflung rief ich den Begleitservice

Verdammt noch mal – ich feiger Hund! Endlich habe ich Julia, meine angebetete Kellnerin, zum Stadtspaziergang getroffen und einen schönen Nachmittag mit ihr verbracht.
Doch anstatt ihr meine Avancen zu machen und weitere Dates mit ihr zu verabreden, brachte ich zunächst einmal vor lauter Herzklopfen gar kein Wort heraus und hing an ihren Lippen. Und als sie mich dann ganz offen fragte, was ich nach den Abenden bei ihr im Café denn so treibe, tat ich Depp auch noch voll geschäftig: „Da arbeite ich meistens die liegen gebliebene Büroarbeit ab oder plane meine nächsten Geschäftsreisen“.

Eigentlich hatte ich sie ja um einen Tipp bei der Anschaffung einer neuen Kaffeemaschine bitten und dann zu mir einladen wollen, unter dem Vorwand, den ersten selbst gebrühten Kaffee gemeinsam zu probieren. Wenn sie darauf angebissen hätte – so mein Plan – hätte ich sie dann fragen wollen, ob sie mich auf meiner Reise zur Hauptstadtmesse nach Berlin begleiten könne, wo sich jedes Jahr die Versicherungs- und Finanzdienstleister vorstellen. Doch wegen meiner Feigheit, die ich hinter dieser dummen Wichtigtuerei versteckte, wird nun also nichts aus ihrer Messebegleitung, und ich hab’s mir wohl endgültig vermasselt bei ihr. Ich ärgere mich heute noch über mein „Man sieht sich“, das ich ihr zum Schluss schüchtern zuwarf, anstatt mich wenigstens herzlich lächelnd von ihr zu verabschieden.

Aber das Schlimmste kommt erst noch: Voller Frust eilte ich nachhause und hatte dort zwischen all meinen Koffern und Kartons nichts Besseres zu tun, als tatsächlich einen professionellen Begleitservice für die Messe ( Ihr Escortservice in Frankfurt ) zu engagieren, die zwei Tage danach stattfand.

Kaum zu glauben, wie postwendend, diskret und angemessen die bestellte Dame ihre Dienste während meiner Berlin-Reise tat. Doch so nett und attraktiv sie auch war, ich musste natürlich die ganze Zeit an Julia denken! Und obwohl aus genau diesem Grund auch nichts weiter als Small Talk lief zwischen der Escort Lady und mir, empfand ich selbst das schon als einen Seitensprung, einen Verrat an meiner Liebsten.

Ich glaube, irgendwie flüchte ich Schisshase vor Julia, weil ich im Grunde meines Herzens genau weiß, dass sie die Frau meines Lebens wäre, wenn … ja wenn ich meine verdammte Angst denn endlich überwinden würde! Vorerst bleibt mir also nichts übrig, als sie weiter treu in ihrem Café zu besuchen und auf ihre Gunst zu hoffen. Die nächste Versicherungsmesse findet in Dortmund statt – ob ich mir wohl ein Herz fassen kann, sie dorthin mit einzuladen?

Hinterlasse eine Antwort